31. Juli 2010
Die Tiere der Götter im Tierpark
und das Heidentheater
Echte Schweine mit goldenen Borsten gibt es im Haustierpark Arche Warder zu sehen. Beim dortigen Mittelaltermarkt im September 2009 erzählten die Wikingerhandpuppen Ask und Embla von den Tieren der Götter.
Auf dem Foto ist Ask bei den Goldebern der Wanen zu sehen. Leider haben wir kein Foto von Thors Ziegenwagen, der von Tjalvi und Röskva begleitet wurde!
Die Urkuh Audhumbla war wirklich groß genug, um einen Riesen zu säugen, ebenso der Eber, der als Speise alle Krieger in Wallhall sättigt. Für den Met dort ist eine alkoholgebende Ziege zuständig, welche aus Rücksicht auf minderjährige Tierparkbesucher und anwesende wilde Wikinger nicht dargestellt wurde. Schwierig war es, in einem Haustierpark wilde Tiere wie Odins Wölfe und Raben aufzutreiben, aber zwei Schafe bewährten sich als Wölfe im Schafspelz und zwei schwarze Hühner genossen ihre Rolle als Raben. Als Odin mit Schlapphut dann auf Sleipnir angeritten kam, gab es Zweifel an seiner Echtheit, denn das Pferd hatte nur 4 anstatt 8 Beine. Dafür hat es so temperamentvoll auf Fragen geantwortet, dass einige Kinder vielleicht doch glauben wollten, es könne durch die Luft reiten! Zu einer anderen Vorstellung kam ein anderer Odin ohne Pferd, dafür mit Speer und Augenklappe. Da diese echt war, gehen hiermit noch Genesungswünsche an Thomas, der sonst immer mit DEM Esel unterwegs ist!


20. Juli 2010
Das Heidentheater reiste neulich mit Neunholz und dem blauen Ochsenkarren nach Süden. Naja, etwas nach Süden, nämlich über die Elbe. Dort fuhren sie noch eine Weile und am Ende dieses Weges…

…endete die Straße. Dort war nämlich ein Deich. Dahinter fließt die Oste.
Deiche erkennt man manchmal an den Schafen, die auf ihm herumstehen.

Es stand aber noch jemand dort am Deich: ein Roland.

Neben dem Roland befindet sich eine Klingel. Wenn heute jemand die Oste überqueren will, wird mit dieser Klingel die historische Pramfähre gerufen.
Neulich war es an der Fähre rappelvoll, weil dort ein Ereignis gefeiert wurde: Die Fähre wurde getauft! Embla hat sich das alles mal genauer angeschaut.

Seit 1838 ist an dieser Stelle eine Fährverbindung belegt, und heute fährt die kleine Fähre, die auch schon eine lange Geschichte hat, dank des Fähr- und Geschichtsvereins Brobergen.

Früher war an dieser Stelle eine Burg, von der aus die Überquerungen bewacht wurden. Bei Ausgrabungen wurden auch Teile gefunden, die eine Zugbrücke vermuten lassen! Embla ist ja eine erfahrene Zeitreisende und kann sich die Vergangenheit lebhaft vorstellen…

Von der Burg ist heute nicht mehr viel zu erkennen, doch ihr Standort ist durch die archäologischen Untersuchungen bekannt. In der Gegenwart wurde die Fährtaufe jedenfalls mit einem bunten Mittelaltermarkt genau auf dem Platz der alten Burg gefeiert, wobei es viel Spaß gab und nette Menschen zusammentrafen!

Am Ende des Sonntages hatte der blaue Ochsenkarren von Neunholz wieder genug Platz auf der kleinen Fähre, und das Heidentheater fuhr voll von schönen Eindrücken nach Hause.
